Leitbild des Österreichischen Instituts für Internationale Politik - oiip

“oiip – Austria‘s Leading Institute in International Relations”

Das Österreichische Institut für Internationale Politik (oiip) ist ein außeruniversitäres unabhängiges Forschungsinstitut, das seit 1978 Grundlagenforschung zu Fragen internationaler Politik betreibt. Das Institut positioniert sich an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik und ist in diesem Bereich führend. Neben internationaler wissenschaftlicher Publikationstätigkeit sind die wissenschaftlichen MitarbeiterInnen des Instituts in der Lehre, Beratung und Öffentlichkeitsarbeit engagiert. Das Institut ist in verschiedene internationale Forschungsnetzwerke und Kooperationen integriert. Wir verfolgen Trends und Entwicklungen und beteiligen uns an den aktuellen wissenschaftlichen Debatten dazu. Damit tragen die MitarbeiterInnen wesentlich zur Weiterentwicklung der wissenschaftlichen Diskurse im Bereich der internationalen Politik bei.

Wir beziehen unabhängige und mutige gesellschaftspolitische Positionen und entwickeln Lösungsansätze. Diese bieten wir anwendungsorientiert für VertreterInnen der österreichischen und europäischen Politik, Verwaltung, Wirtschaft und die Gesellschaft an. Wir verstehen uns als ein Ort der internationalen und interdisziplinären Begegnungen und Diskussionen. Dadurch trägt das oiip zur Bewusstseinsbildung in Fragen der internationalen Politik bei und leistet einen Beitrag zur Internationalisierung Österreichs.

Wir haben einen offenen Blick auf die Welt und ihre Probleme. Wir bekennen uns zur Förderung von Diversität und Gleichstellung. Die MitarbeiterInnen des Instituts sind in ihrer Forschung wissenschaftlich selbständig. Das Institut bekennt sich zur bestmöglichen Förderung der beruflichen Entwicklung der MitarbeiterInnen. Das Klima am Institut, sowie die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern ist durch gegenseitigen Respekt, offene Kommunikation und Transparenz gekennzeichnet.


Die Leistungen des oiip umfassen

  • Forschung und Aufbereitung von Forschungsergebnissen.
    Wir erstellen wissenschaftliche Studien und Publikationen, Arbeitspapiere mit Hintergrundanalysen, Kurzanalysen, Policy Briefs mit konkreten Handlungsempfehlungen sowie Input Papiere. Unser Ziel ist es, Forschungsergebnisse für einen möglichst breiten Nutzerkreis verständlich auf den Punkt zu bringen.
  • Beratung und Vernetzung verschiedener AkteurInnen.
    Wir bieten forschungsbasierte Beratung und Briefings für staatliche und nicht-staatliche für EntscheidungsträgerInnen an, und organisieren innovative Formen des ergebnisorientierten Wissensaustauschs in Netzwerken, Stakeholder-Foren und Incubator Rooms. Medien stehen wir für Analysen, Hintergrundgespräche und Interviews zur Verfügung.
  • Konzeption und Durchführung von Veranstaltungen.
    Wir entwickeln inhaltliche Konzepte und zielgruppenspezifisch maßgeschneiderte Formate für Veranstaltungen. Wir moderieren und dokumentieren Konferenzen, Podiumsdiskussionen und Round Tables, Workshops und Seminare, bzw. Einzelvorträge.

Die Forschungsschwerpunkte des oiip

 

1.    Internationale Sicherheit


Wer etwas als Sicherheitsrisiko einstuft, welche Werte dadurch bedroht sind und um wessen Sicherheit es geht, sind grundlegende Fragen die unsere Forschung leiten. Ausgehend von Ansätzen der kritischen Sicherheitsforschung setzen wir uns mit den Prozessen, die der Definition von Unsicherheit vorangehen auseinander und beleuchten die daraus abgeleiteten Sicherheitspolitiken.
Regionale Perspektiven:
Österreich, EU, USA, Russland, Iran, Türkei, Naher Osten
Themen:
Nukleare Non-Proliferation, Rüstungskontrolle und Abrüstung, Resilienz, Gesamtstaatliche Ansätze in Prävention und Zivilschutz, Internationale Sicherheitsregime und Institutionen, Der Umgang mit Überwachungstechnologien


2.    Staatlichkeit im Wandel


Staaten sind in ein komplexes System der Global Governance eingebunden. Die internationale Vernetzung findet auf mehreren Ebenen statt. Immer mehr spielen dabei nicht-staatliche Akteure eine Rolle. Insbesondere in Staaten der Peripherie verändert sich das Verständnis von Staat und Staatlichkeit durch die wachsende Einbeziehung nicht-staatlicher Akteure. Dies hat wesentliche Auswirkungen auf die internationale Politik. 
Regionale Perspektiven:
EU, Ost- und Südosteuropa, Türkei und Naher Osten
Themen:
Der Aufstieg neo-autoritärer Systeme, Soziale Bewegungen und zivilgesellschaftliche Akteure, Zivil - militärische Beziehungen, An den Rändern des Staates: Staatlichkeit im Nahen Osten, Islamistische Bewegungen - zwischen Moderation und Radikalisierung, Flucht und Migration – die Auswirkungen auf Demokratien


3.    Europa und seine Nachbarschaft


Nicht nur Europa, sondern auch seine Nachbarschaft verändert sich wesentlich. Die EU verliert nach innen wie nach außen zusehends an normativer Wirkungskraft. Der Aufstieg alternativer normativer Ordnungen verändert die Art der Beziehungen mit Beitrittskandidaten sowie auch mit den Ländern der erweiterten Nachbarschaft.
Regionale Perspektiven:
EU, Ost- und Südosteuropa, Türkei und Naher Osten, Euro-Mediterrane Partnerschaft
Themen:
Die normative Wirkungskraft der EU, Die EU Nachbarschaftspolitik , Kulturelle Normen und internationale Politik, Die EU und die Westbalkanstaaten, Die EU und die Türkei, Türkische Sicherheits- und Außenpolitik


4.    Konflikte und politische Gewalt


Gewaltsame Konflikte und politische Gewalt durch radikale, extremistische und terroristische Bewegungen gelten weltweit als eine der größten Gefahren. Unsere Forschung setzt sich zum einen mit neuen Ansätzen im Zusammenhang mit Friedensprozessen und zum anderen mit den Hintergründen der Radikalisierung eines Individuums, bzw. Veränderungen in den Techniken, den Zielen und der Logik von terroristischen Organisationen auseinander.
Regionale Perspektive:
Österreich, Deutschland, Westeuropa, Zentralasien, Südamerika, Afrika, Südostasien,
Naher Osten
Themen:
Friedensprozesse und Political Settlements, Politische Radikalisierungsprozesse, Terrorismus

 

5.    Internationale Technologie- und Innovationsstrategien


Globalisierung und Innovationsdruck machen Forschungs-, Technologie-,  und Innovationspolitik (FTI) zu einem dynamischen Politikfeld, in dem technologische und gesellschaftliche Entwicklungen antizipiert, entworfen und gestaltet werden. Wir untersuchen Internationalisierungsstrategien, die gesellschaftspolitischen Herausforderungen und Risiken neuer Technologiezweige und ihre Governance im Kontext breiterer gesellschaftlicher Diskurse und Entwicklungen.
Regionale Perspektiven:
Österreich, EU, USA, Russland, Israel, Iran, Indonesien, Naher Osten
Themen:
Das Wechselverhältnis zwischen Innovation und Politik, Die Internationalisierung von Forschung, Technologie und Innovation (FTI), Sozio-technische Vorstellungen und deren Einfluss auf Innovation und Technologie