Leitbild des Österreichischen Instituts für Internationale Politik - oiip

"oiip – Austria‘s Leading Institute in International Relations"

Institut

Das Österreichische Institut für Internationale Politik (oiip) ist ein Think Tank, der seit 1979 Grundlagenforschung zu Fragen internationaler Politik betreibt. Das Institut steht an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik und ist in Österreich führend. Neben internationaler wissenschaftlicher Publikationstätigkeit sind die wissenschaftlichen MitarbeiterInnen des Instituts in der Lehre, Beratung und Öffentlichkeitsarbeit engagiert.

Netzwerk

Wir sind in verschiedene internationale Forschungsnetzwerke und Kooperationen integriert, verfolgen Trends und Entwicklungen und beteiligen uns an den aktuellen wissenschaftlichen Debatten. Damit tragen wir wesentlich zur Weiterentwicklung der wissenschaftlichen Diskurse in der internationalen Politik bei.

Lösungen
Wir beziehen anwendungsorientierte, unabhängige und mutige gesellschaftspolitische Positionen und entwickeln Lösungsansätze. Diese bieten wir VertreterInnen der österreichischen und europäischen Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft an. Wir sind ein Ort der internationalen und interdisziplinären Begegnungen und Diskussionen, tragen dadurch zur Bewusstseinsbildung in Fragen der internationalen Politik bei und leisten einen Beitrag zur Internationalisierung Österreichs.

Selbst
Wir haben einen offenen Blick auf die Welt und ihre Probleme. Wir bekennen uns zur Förderung von Diversität und zur Gleichstellung. Die MitarbeiterInnen des Instituts sind in ihrer Forschung wissenschaftlich selbständig und werden bestmöglich gefördert. Im Inneren wie im Äußeren leben wir gegenseitigen Respekt, offene Kommunikation und Transparenz.


Die Leistungen des oiip umfassen

  • Forschung und Aufbereitung von Forschungsergebnissen.
    Wir erstellen wissenschaftliche Studien und Publikationen, Arbeitspapiere mit Hintergrundanalysen, Kurzanalysen, Policy Briefs mit konkreten Handlungsempfehlungen sowie Input Papiere. Unser Ziel ist es, Forschungsergebnisse für einen möglichst breiten Nutzerkreis verständlich auf den Punkt zu bringen.
  • Beratung und Vernetzung verschiedener AkteurInnen.
    Wir bieten forschungsbasierte Beratung und Briefings für staatliche und nicht-staatliche für EntscheidungsträgerInnen an, und organisieren innovative Formen des ergebnisorientierten Wissensaustauschs in Netzwerken, Stakeholder-Foren und Incubator Rooms. Medien stehen wir für Analysen, Hintergrundgespräche und Interviews zur Verfügung.
  • Konzeption und Durchführung von Veranstaltungen.
    Wir entwickeln inhaltliche Konzepte und zielgruppenspezifisch maßgeschneiderte Formate für Veranstaltungen. Wir moderieren und dokumentieren Konferenzen, Podiumsdiskussionen und Round Tables, Workshops und Seminare, bzw. Einzelvorträge.

Die Forschungsschwerpunkte des oiip

 

1.    Internationale Sicherheit


Wer etwas als Sicherheitsrisiko einstuft, welche Werte dadurch bedroht sind und um wessen Sicherheit es geht, sind grundlegende Fragen die unsere Forschung leiten. Ausgehend von Ansätzen der kritischen Sicherheitsforschung setzen wir uns mit den Prozessen, die der Definition von Unsicherheit vorangehen auseinander und beleuchten die daraus abgeleiteten Sicherheitspolitiken.

Regionale Perspektive:
Österreich, EU, USA, Russland, Iran, Türkei, Naher Osten
 

  • Internationale Sicherheitsregime und Institutionen
  • Kritische Sicherheitsforschung
  • Privatisierung von Sicherheit
  • Gender und Sicherheit




2.    Staatlichkeit im Wandel


Staaten sind in ein komplexes System der Global Governance eingebunden. Die internationale Vernetzung findet auf mehreren Ebenen statt. Immer mehr spielen dabei nicht-staatliche Akteure eine Rolle. Insbesondere in Staaten der Peripherie verändert sich das Verständnis von Staat und Staatlichkeit durch die wachsende Einbeziehung nicht-staatlicher Akteure. Dies hat wesentliche Auswirkungen auf die internationale Politik. 

Regionale Perspektive:
EU, Ost- und Südosteuropa, Türkei und Naher Osten

  • Demokratie im Wandel
  • Der Aufstieg neo-autoritärer Systeme
  • Neoliberale Interventionen und deren Auswirkungen auf Staat und Staatlichkeit
  • Soziale Bewegungen und zivilgesellschaftliche Akteure




3.    Europa und seine Nachbarschaft


Nicht nur Europa, sondern auch seine Nachbarschaft verändert sich wesentlich. Die EU verliert nach innen wie nach außen zusehends an normativer Wirkungskraft. Der Aufstieg alternativer normativer Ordnungen verändert die Art der Beziehungen mit Beitrittskandidaten sowie auch mit den Ländern der erweiterten Nachbarschaft.

Regionale Perspektive:
EU, Ost- und Südosteuropa, Türkei und Naher Osten, Euro-    Mediterrane Partnerschaft


  • Die Europäische Nachbarschaftspolitik
  • Kulturelle Normen und internationale Politik
  • Die Außen- und Sicherheitspolitik der Türkei, der Balkan- und der MENA Staaten
  • Grenzpolitiken

 

 

 

4.    Konflikte und politische Gewalt


Gewaltsame Konflikte und politische Gewalt durch radikale, extremistische und terroristische Bewegungen gelten weltweit als eine der größten Gefahren. Unsere Forschung setzt sich zum einen mit neuen Ansätzen im Zusammenhang mit Friedensprozessen und zum anderen mit den Hintergründen der Radikalisierung eines Individuums, bzw. Veränderungen in den Techniken, den Zielen und der Logik von terroristischen Organisationen auseinander.

Regionale Perspektive:
Österreich, Deutschland, Westeuropa, Zentralasien, Südamerika, Afrika, Südostasien , Naher Osten

 

  • Friedens- und Post-Konfliktprozesse
  • Politische Radikalisierungsprozesse
  • Terrorismus und Anti-Terrorpolitiken

 

 

5.    Innovationspolitik im globalen Kontext


Globalisierung und Innovationsdruck machen Forschungs-, Technologie-,  und Innovationspolitik (FTI) zu einem dynamischen Politikfeld, in dem technologische und gesellschaftliche Entwicklungen antizipiert, entworfen und gestaltet werden. Wir untersuchen Internationalisierungsstrategien, die gesellschaftspolitischen Herausforderungen und Risiken neuer Technologiezweige und ihre Governance im Kontext breiterer gesellschaftlicher Diskurse und Entwicklungen.

Regionale Perspektive:
Österreich, EU, USA, Russland, Israel, Iran, Indonesien, Naher Osten

 

  • Das Wechselverhältnis zwischen Innovation, Politik und (Un-)Sicherheit
  • Die Internationalisierung von Forschung, Technologie und Innovation (FTI)
  • Sozio-technische Visionen und deren Einfluss auf Innovations- und Technologiepolitik