oiip Leitbild

Das Österreichische Institut für Internationale Politik (oiip) ist eine unabhängige außeruniversitäre wissenschaftliche Forschungseinrichtung mit Sitz in Wien.

Der Schwerpunkt seiner Forschungstätigkeit liegt statutengemäß im Bereich internationale Politik mit Fokus auf angewandte Grundlagenforschung und politikorientierte Analysen.

Das oiip ist einerseits ein Forschungsinstitut, das auch policy orientiert ist und Beratungstätigkeit durchführt, andererseits ist es eine akademisch-wissenschaftliche Institution, die teilweise an die Universität angegliedert ist. International tätig ist das Institut durch die Teilnahme der Mitglieder an internationalen Konferenzen und durch Beiträge in internationalen Publikationen. Das oiip fördert vor allem Diskussion, Dialog und Diskurs. Die Wissenschafter des Instituts werden regelmäßig von der öffentlichen Hand wie auch von politischen Entscheidungsträgern zu Beratungstätigkeiten herangezogen.


Die Leistungen des oiip umfassen 

  • Angewandte Grundlagenforschung und politik-orientierte Forschung
  • Beobachtung politischer Prozesse und der internationalen politischen Entwicklung
  • Wissenschaftsvermittlung, Vortragstätigkeit und Konferenzteilnahme
  • Politische Beratung und Mediation 
  • Publikation von Forschungsergebnissen und aktuellen Analysen
  • Durchführung wissenschaftlicher Veranstaltungen
  • Lehre und Forschungspraktika
  • Betreuung von Doktor- und Masterarbeiten
  • Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses
  • Fachinformationen für JournalistInnen (Hintergrundgespräche)

 

Die Forschungsschwerpunkte des oiip

 

Die Arbeit des oiip gliedert sich in drei Forschungsbereiche. Der Forschungsbereich „Global Security Governance“ fokussiert auf die konzeptionelle und epistemische Ebene der internationalen Sicherheit. „Power Transition and Diffusion“ beschäftigt sich mit den Prozessen der Machtverteilung und Machtdiffusion auf mehreren Ebenen, während der dritte Forschungsbereich „Comparative Foreign & Security Policy Analysis“ auf die konkrete Ausgestaltung von darin stattfindenden Politiken auf regionaler, staatlicher und substaatlicher Ebene im Vergleich eingeht. Basis unserer Forschungsansätze sind die Theorien der internationalen Beziehungen. 

 

1. Global Security Governance

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts befindet sich die Welt in einem tiefgreifenden Wandlungsprozess. Mehr denn je sind Ereignisse und Entwicklungen interdependent. Die vielschichtigen, zum Teil neuen Herausforderungen, können nicht unilateral gelöst werden. Es kommt zu Verschiebungen in den internationalen und regionalen Machtverhältnissen; eine Vielzahl staatlicher und nicht-staatlicher Akteure gewinnt an Bedeutung. Dies beinhaltet sowohl die Auseinandersetzung mit theoretischen Ansätzen als auch realpolitische Analysen von Themen wie humanitärer Interventionen, nuklearer Abrüstung und Nichtverbreitung und Internetsicherheit.

 

Die in diesem Bereich bearbeiteten Themen sind:

  • Internationale Institutionen 
  • Resilienz/Statebuilding/Peacebuilding/Schutzverantwortung (R2P)
  • Humanitäre Intervention/Schutz von Zivilisten
  • Abrüstung, Nukleare Non-Proliferation, Rüstungskontrolle
  • Cyber-Sicherheit/Internet-Governance
  • Schutz kritischer Infrastruktur
  •  Interational Technology Governancen

 

2. Power Transition and Diffusion

Beim Forschungsbereich „Power Transition and Diffusion“ geht es um die Analysen von prozesshaften Verschiebung von Machtverhältnissen auf verschiedenen globalen, staatlichen und regionalen Ebenen. Einerseits entstehen neue globale Akteure, andererseits findet eine Diffusion von Macht hin zu sozialen Bewegungen und nicht-staatlichen Akteuren in Form von politischen Reform- und Transformationsprozessen statt.

 

Die in diesem Bereich bearbeiteten Themen sind:

  • Die globale Rolle der USA
  • Emerging Powers
  • Soziale Bewegungen und nicht staatliche Akteure 
  • Islamismus
  • Politische Reform- und Transformationsprozesse
  • Verhandlungsprozesse in Post-Konfliktsituationen

 

3. Comparative Foreign & Security Policy Analysis

Der Forschungsbereich „Comparative Foreign and Security Policy Analysis“ setzt sich auf der methodischen Ebene mit der Umsetzung von Konzepten im Policy Bereich auseinander. Mit einem vergleichenden Ansatz werden die konkrete Ausgestaltung von Politiken auf regionaler, staatlicher und substaatlicher Ebene analysiert.

 

Die in diesem Bereich bearbeiteten Themen sind:

  •  Österreichische Außen-, Sicherheits-, Verteidigungs- und Entwicklungspolitik
  • Gemeinsame Außen-, Sicherheit-, und Verteidigungspolitik der EU
  • Vergleichende Regionalforschung
  • Sicherheitskonzepte im Vergleich
  • Vergleichende Kriegs- und Konfliktursachenforschung
  • Fragile Staatlichkeit