{"id":4022,"date":"2021-03-11T10:46:45","date_gmt":"2021-03-11T09:46:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.oiip.ac.at\/?p=4022"},"modified":"2021-03-12T12:12:10","modified_gmt":"2021-03-12T11:12:10","slug":"hart-an-der-eu-grenze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oiip.ac.at\/en\/news\/hart-an-der-eu-grenze\/","title":{"rendered":"Hart an der EU-Grenze"},"content":{"rendered":"<p class=\"title\"><strong><span data-v-673a0f1c=\"\" aria-live=\"polite\">\u00d61 Punkt eins<br \/>\n11. M\u00e4rz 2021<br \/>\n<\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"title\">Die Politik der EU an den Au\u00dfengrenzen: Frontex, Abschottung und Externalisierung.<br \/>\nGast: Univ.-Prof.in Dr.in Saskia Stachowitsch, wissenschaftliche Leiterin des \u00d6sterreichischen Instituts f\u00fcr Internationale Politik (oiip), Professorin f\u00fcr Internationale Politik und Senior Research Fellow am Institut f\u00fcr Politikwissenschaft der Universit\u00e4t Wien.<br \/>\nModeration: Natasa Konopitzky.<\/p>\n<div class=\"description\" data-v-673a0f1c=\"\">\n<p>Seit Monaten steht die EU-Grenzschutzagentur Frontex unter Verdacht, in Grund- und Menschenrechtsverletzungen verwickelt zu sein. Der Europ\u00e4ischen Agentur f\u00fcr die Grenz- und K\u00fcstenwache wird unter anderem vorgeworfen, an der EU-Au\u00dfengrenze an illegalen Zur\u00fcckweisungen von Migranten indirekt beteiligt gewesen zu sein, in dem die Beamten so genannte Push-Backs nicht verhindert haben, bei denen Menschen in Booten aus den griechischen Gew\u00e4ssern in t\u00fcrkische zur\u00fcckgedr\u00e4ngt worden seinen. Frontex weist diese Vorw\u00fcrfe zur\u00fcck, ist aber nicht in der Lage, sie zweifelsfrei auszur\u00e4umen. Das EU-Parlament hat nun eine Untersuchungskommission eingesetzt, um diese Anschuldigungen betreffend Grundrechtsverletzungen, aber auch bez\u00fcglich Korruption und mangelnder Transparenz zu kl\u00e4ren.<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Agentur f\u00fcr die Grenz- und K\u00fcstenwache wurde 2004 gegr\u00fcndet und ist zust\u00e4ndig f\u00fcr die Kontrolle der Au\u00dfengrenzen der Europ\u00e4ischen Union. \u201eAnfangs handelte es sich um eine technische und organisatorische Koordinierungsplattform\u201c, erkl\u00e4rt Saskia Stachowitsch, Politikwissenschaftlerin und Leiterin des \u00d6sterreichischen Instituts f\u00fcr Internationale Politik (oiip). Mit der Zeit aber h\u00e4tte eine immer st\u00e4rkere Politisierung stattgefunden und sich Frontex zu einer eigenst\u00e4ndigen Macht entwickelt, die den Diskurs \u00fcber Migration mitbestimmt. \u201eDamit tritt Grenzmanagement an die Stelle von politischen Entscheidungen. Das ist hochproblematisch\u201c, sagt Saskia Stachowitsch.<\/p>\n<p>Die EU-Mitgliedsstaaten scheitern seit Jahren an einer fairen Verteilung von fl\u00fcchtenden Menschen in der Union. Worauf man sich einigen konnte, ist die Aufstockung der Grenzschutzagentur. Frontex soll bis 2027 auf 10.000 Beamte wachsen, die dann auch hoheitliche Aufgaben wie Grenzkontrollen und Abschiebungen durchf\u00fchren sollen. Auch so genannte Externalisierungspraktiken sind ein Minimalkonsens innerhalb der EU. Der Grenzschutz wird an Drittstaaten ausgelagert, wie zum Beispiel im Rahmen des EU-T\u00fcrkei-Deals oder in Migrationspartnerschaften mit nordafrikanischen L\u00e4ndern wie Libyen. Die EU sch\u00fctzt ihre Grenzen mit Hilfe von autorit\u00e4ren Staaten, die Menschenrechte nicht respektieren.<\/p>\n<p>Natasa Konopitzky spricht mit der Politikwissenschaftlerin Saskia Stachowitsch \u00fcber Externalisierung, Technologisierung und Privatisierung an den EU-Au\u00dfengrenzen.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00d61 Punkt eins 11. M\u00e4rz 2021 Die Politik der EU an den Au\u00dfengrenzen: Frontex, Abschottung und Externalisierung. Gast: Univ.-Prof.in Dr.in Saskia Stachowitsch, wissenschaftliche Leiterin des \u00d6sterreichischen Instituts f\u00fcr Internationale Politik (oiip), Professorin f\u00fcr Internationale Politik und Senior Research Fellow am Institut f\u00fcr Politikwissenschaft der Universit\u00e4t Wien. Moderation: Natasa Konopitzky. 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