Die Qual der Wahl: Demokratische Wahlen im Zeichen von Autoritarismus und Populismus

Günay, Dzihic, Pisoiu

Reports 04.06.2018

Trendbericht 1/2018

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Freie Wahlen und die Möglichkeit, sich von Regierenden ohne Blutvergießen zu entledigen, zählen zu den minimalen Kriterien einer Demokratie. Vor allem die US-amerikanische Demokratieförderung in Entwicklungsländern, an der Schwelle zwischen Autoritarismus und Demokratie, konzentrierte sich primär auf die rasche Abhaltung demokratischer Wahlen. Während die Verbreitung der Demokratie in der Welt nach dem Ende des Kalten Krieges einen Höhepunkt erreichte und es weltweit noch nie so viele demokratische, durch Wahlen bestimmte Systeme gab, kann seit einigen Jahren ein globaler Rückgang in der Qualität von Demokratien beobachtet werden. Dieser Rückgang geht nicht mit der Abschaffung von Wahlen und anderen für die Demokratie essentiellen Institutionen wie Parteien einhergeht, vielmehr kann man zusehends eine Vermischung von demokratischen Prozessen und Institutionen, autoritärem Regieren, bzw. autoritärem Populismus beobachten. In den meisten dieser Mischsysteme spielen Wahlen eine zentrale Rolle.

Der Trendbericht geht aus unterschiedlichen Regional- und Forschungsperspektiven auf aktuelle Wahlen ein und analysiert diese hinsichtlich der Auswirkungen auf die jeweiligen politischen Systeme. Fragen nach Populismus und Autoritarismus stellen dabei einen gemeinsamen Fokus dar. 

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