Ein Anstoß zum Frieden? Der Friedensnobelpreis und der fragile kolumbianische Friedensprozess

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Policy Paper 11.10.2016

Policy Paper 1 / 2016 von Jan Pospisil

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Oktober 2016

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Zusammenfassung
Trotz der Ablehnung des Friedensvertrages zwischen dem kolumbianischen Staat und der FARC-Guerilla in einem Referendum wurde der Friedensnobelpreis 2016 an den kolumbianischen Präsidenten Juan Manuel Santos vergeben. Mit der Preisvergabe ist die Hoffnung verknüpft, dass der Preis dem nun festgefahrenen Prozess neue Dynamik verleihen kann. Angesichts der positiven Rückwirkungen der Preisverleihung auf die nun notwendige horizontale Inklusion konkurrenzierender kolumbianischer Eliten könnte sich diese Hoffnung erfüllen.

Abstract

Despite the rejection of the peace treaty between Colombia and the FARC-Guerilla in a referendum, the Nobel Peace Prize 2016 has been awarded to the Colombian president Juan Manuel Santos. The committee’s explicit hope was to get the now protracted peace process back on track. Given the positive repercussions of the award on the necessary horizontal inclusion of competing factions of the Colombian elite, this hope might be fulfilled.