Identity Construction in Insurgent Movements. A Case Study of the Colombian Ejército de Liberación Nacional

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Arbeitspapiere 31.03.2016

Arbeitspapier 84 / Februar 2016 von Barbara Gruber und Jan Pospisil

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Abstract
In conflict studies, identity has been posited as an explanatory factor of the resilience of insurgencies. This article focuses on the identity formation of the National Liberation Army (ELN), a leftist insurgency group in Colombia. As Marxist-Leninist organisation, the ELN aims to overcome capitalism. In their perception, this is possible via the transformation of the individual into a ‘collective personality’. Along the dimensions of ‘content’ and ‘contestation’ we will demonstrate the mechanisms they impose for such identity formation. Identity, as we will argue, is a main factor in explaining why people participate in this insurgency and thereby enhance its resilience.

Zusammenfassung
In Studien im Bereich der Friedens- und Konfliktforschung und der kritischen Terrorismusforschung wurde Identität als Faktor herangezogen um die Beständigkeit von Guerilla/Terrorismus-Gruppierungen zu  erklären. Dieser Artikel fokussiert sich auf die Identitätskonstruktion der linken, kolumbianischen Guerilla-Gruppierung ‚Ejército de Liberación Nacitonal‘ (ELN; Deutsch: Nationale Befreiungsarmee). Als marxistisch-leninistische Organisation ist es das erklärte Ziel der ELN den Kapitalismus zu überwinden. In der Perzeption der ELN erfordert die Überwindung des Kapitalismus die Überwindung des Individualismus und darum kreiert die ELN ‚kollektive Persönlichkeiten‘. In diesem Artikel werden die Mechanismen an Hand derer eine ‚kollektive Persönlichkeit‘ indoktriniert wird aufgezeigt. Diese spezifische Identitätskonstruktion ist der Hauptfaktor, warum Menschen in dieser Gruppierung bleiben und kämpfen, wodurch folglich die Beständigkeit der Gruppierung abgesichert wird.