Der Balkan als integraler Teil einer gemeinsamen europäischen Sicherheitsarchitektur?

Dzihic

Aktuelles, Policy Paper 31.01.2019

Kurzanalyse 1 / Jänner 2019 von Vedran Dzihic

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Der Balkan als integraler Teil einer gemeinsamen europäischen Sicherheitsarchitektur?
Sicherheit, Rolle der NATO und der Auslandseinsätze des österreichischen Bundesheeres

Jänner 2019

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Zusammenfassung
Die internationale Staatengemeinschaft hat sich nach dem Ende der jugoslawischen Staatszerfallskriege zum Ziel gesetzt, die Region mit einem Set an Maßnahmen und institutionellen Kooperationen weitgehend in die breitere europäische Sicherheitsstruktur zu integrieren. In den letzten Jahren hat sich diese Konstellation verändert. Die führende Rolle der EU wurde zunehmend von anderen internationalen Akteuren in Frage gestellt und herausgefordert. Heute ist der Balkan wieder eine geopolitisch und sicherheitstechnisch umkämpfte Zone, in der sich auf der einen Seite die EU, die USA und die NATO und auf der anderen Seite Russland bzw. China gegenüberstehen und um Einfluss kämpfen. Angesichts dieser Verschiebungen widmet sich die vorliegende Kurzanalyse der Frage, welche strukturellen Faktoren Anfang des Jahres 2019 die Sicherheits- und Stabilitätslandschaft auf dem Balkan prägen und vor welchen neuen Herausforderungen angesichts dessen die zentralen Sicherheitsprovider, die EU und vor allem die NATO, in der Region stehen. Die Analyse geht auch der Frage nach, ob sich durch die diskutierten strukturellen Verschiebungen die Rolle Österreichs und der österreichischen Auslandseinsätze in der Region mitverändert.


Keywords
Sicherheit, Westbalkan, NATO, EU, KFOR, Serbien, Kosovo, Bosnien-Herzegowina, Rolle von Russland